5 Tipps für Englisch-Sprechende

Teilen

In diesem Artikel geben wir 5 Tipps für nativ Englisch-Sprechende zur Verbesserung der deutschen Aussprache. Viele Deutsch-Sprechende mögen auch die englische Sprache sehr. Deshalb gibt es sogar eine Mischung aus Deutsch und Englisch: Denglish. Das kann für Englisch-Sprechende sehr praktisch sein, da sie oft eine Mischung aus beiden Sprachen improvisieren können. Ein weiterer Vorteil ist, dass beide Sprachen verwandt sind, da sie beide germanische Sprachen sind und auch die meistgesprochenen in Europa. Allerdings gibt es einige Schwierigkeiten bei der deutschen Aussprache, an denen viele Deutschlernende arbeiten müssen. In diesem Artikel geht es um die Laute, bei denen Englisch-Sprechende oft Schwierigkeiten haben und wie man sie leichter meistern kann.

von Asia Mugliari

Allerdings gibt es einige Schwierigkeiten bei der deutschen Aussprache, an denen viele Deutschlernende arbeiten müssen. In diesem Artikel geht es um die Laute, bei denen Englisch-Sprechende oft Schwierigkeiten haben und wie man sie leichter meistern kann. Wir hoffen, dass unsere Tipps für englisch-Sprechende dir weiterhelfen!

Tipp #1: Der berühmte ich-Laut

Viele kennen den berühmten Satz von John F. Kennedy: "Ich bin ein Berliner" (‘I am a Berliner’ [citizen of Berlin]). Glücklicherweise hat er diesen Satz ausgerechnet in Berlin gesagt, wo man tatsächlich ick [ɪk] statt ich [ɪç] ‘I’ sagt. In einer anderen deutschen Stadt hätte der Präsident wahrscheinlich mehr Schwierigkeiten gehabt, den Satz auszusprechen oder er hätte ihn lieber weggelassen. Der ich-Laut [ç] existiert nämlich nicht in der englischen Sprache. Aber das bedeutet nicht, dass du es nicht lernen kannst! Wir haben auch hier ein paar hilfreiche Tricks für dich. Du kannst deinen Mund so positionieren, als ob du ein [i] aussprechen würdest. Statt Stimme zu produzieren, lass Luft aus dem Mund entweichen. Und schon hast du dein [ç]! Falls du noch mehr üben möchtest, schau dir die Lektionen “Ich bin neu” und “Mamas Wunsch” an.

Tipp #2: Der Partner-Laut: der ach-Laut

Ein ähnlicher Laut zum [ç] wie in ich ist das [x] im Wort Loch [lɔx] ‘hole’. Beide Laute existieren nicht in der englischen Sprache, außer vielleicht in einigen schottischen Wörtern wie loch [lɒx]. Um das [x] auszusprechen, kannst du das [k] langsam aussprechen und das Geräusch am Ende des Wortes wird das [x] sein. In den Lektionen "Sprachenlernen" und "Sachen suchen" erklären wir, wann welcher Laut benutzt wird.

Tipp #3: Der r-Laut

Sowohl im Deutschen als auch im Englischen gibt es den Buchstaben r, wie in Rose [ʁoːzə] ‘rose’. Aber es gibt kleine Unterschiede in der Aussprache zwischen den beiden Sprachen. Nun, alle werden dich verstehen, wenn du das typisch Englisch klingende r [ɹ] behältst, aber falls du gerne das deutsche standard [ʁ] lernen möchtest, kannst du hier nun ein paar Tipps finden. Die gute Nachricht ist, dass du auch hier eine Auswahl hast. Die am häufigsten benutzte Variation vom r-Laut ist das​ [ʁ], welches ganz hinten im Mund produziert wird. Es ist der gleiche Laut, den du beim Gurgeln machen würdest…nur ohne Wasser im Mund! Mehr Informationen und Tricks bekommst du in der Lektion “Seriales Lernen”. Vor allem im Süden von Deutschland gibt es aber auch das ​[r]. Das wird vorne im Mund gebildet und klingt wie der italienische r-Laut oder die spanischen r-Laute. Es gibt auch den vokalisierten r-Laut [ɐ], der am Ende von Wörtern verwendet wird und wie ein a-Laut klingt. Ach, die Qual der Wahl… und welches ist dein Lieblings-r-Laut? Über den r-Laut und seine Variationen findest du ebenfalls den Artikel “Das deutsche R und seine Variationen” in unserem Bookshelf.

Tipp #4: Konsonanten verschmelzen

Alle anderen deutschen Konsonanten sind auch in der englischen Sprache bekannt. Es gibt allerdings noch eine Kleinigkeit, die du diesbezüglich wissen solltest. Es gibt zwei Kombinationen von Konsonanten, die im Englischen nicht vorkommen: Die Kombination aus dem p- und f-Laut wie in Apfel [ap͡fəl] ’apple’ und die aus dem t- und s-Laut wie in Zeit [t͡saɪt] ‘time’. Sie können dir fremd klingen, aber mit ein bisschen Übung wirst du sie schnell meistern. Aufgepasst: vor allem bei dem Buchstaben z tendieren viele Englisch-Sprechende dazu, Laute mit Buchstaben ihres Alphabets zu verwechseln und den ts-Laut [t͡s] durch den Laut [z] wie Sonne [zɔnə] ‘sun’ zu ersetzen, weil dieser im Englischen (aber nicht im Deutschen!) mit dem Buchstaben z geschrieben wird. Um diesen Fehler zu vermeiden, empfehlen wir dir den Artikel “Laute sind nicht Buchstaben" aus der Rubrik “Wissenswertes” zu lesen. Um den Laut zu üben, besuche die Lektionen “Umzug” und “Obstwiese”. Die liebe Vera wird dir in den tollen Videos alles erklären, was du über die Laute wissen musst.

Tipp #5: Vokale

Last, but not least, die Vokale, of course! Obwohl beide Alphabete die gleichen fünf Vokale haben, gibt es im Deutschen 10 Laute mehr für die Vokale als im Englischen: [a​ː], [​ɐ], [œ], [e​ː], [ø], [y​ː], [ʏ], [o​ː], [u​ː]. Du fragst dich wahrscheinlich, was diese zwei Punkte nach einigen Vokalen hier zu bedeuten haben. Es sind keine Umlaute, sondern Zeichen, die den Laut der Vokale länger machen. Die Vokallänge ist dabei sehr wichtig, da diese zu einem Unterschied in der Bedeutung des Wortes führen kann. Mit den Lektionen “In der Küche”, “Bücher” und vielen anderen kannst du genau das mit sylby trainieren.  

Nun kommen wir zu den restlichen Vokalen: Das sind die Laute für die Umlaute, also die Buchstaben ä, ö, ü. Als Faustregel sagt man, dass alle Umlaute weiter vorne im Mund gebildet werden als ihre Partner-Vokale. Außerdem gibt es für das Englische auch noch eine schöne Eselsbrücke für den Buchstabe ä: dieser ist der gleiche Laut wie in wie in englischen am (von I am [aɪ̯ æm] ‘Ich bin’). sylby hat zu jedem Vokal eine Übung für dich vorbereitet, bei der du die Artikulation der einzelnen Lauten trainieren kannst!

Genug für heute. Wir wissen, dass das viele Infos auf einmal sind. Du kannst dich auch erstmal auf einen Punkt konzentrieren und mit Lektionen üben. Die Artikel bleiben hier und du kannst jederzeit darauf zurückgreifen. Ready, steady, go! The articles will stay here and you can always refer back to them. Ready, steady, go!

* In diesem Artikel nutzen wir die Symbole der IPA (International Phonetic Association). Das ist jene Lautschrift, die du auch in einem Wörterbuch findest, und die dir angibt, wie ein Wort auszusprechen ist. Wenn du mehr über die Lautschrift erfahren möchtest, lies gern unseren Blogbeitrag hier oder schau direkt bei der International Phonetic Association vorbei.

 

Neugierig geworden? Lade die App herunter und probiere sylby selbst aus!
Team sylby
Team sylby

Kommunikation am Arbeitsplatz: Wie KMUs mit Technologie die Aussprache verbessern

KMUs stehen vor Kommunikationsherausforderungen in internationalen Arbeitsumgebungen. Mit Echtzeit-Feedback und Anpassungsfähigkeit ist sylby für KMUs geeignet und bietet kostengünstige Lösungen. Die Investition in Sprachtechnologie wie sylby steigert die Produktivität und signalisiert einen zukunftsorientierten Ansatz für inklusives Geschäftsmanagement in einer vielfältigen Welt.

Weiterlesen