5 Tipps für Italienisch-Sprechende

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Für alle Italienisch-Sprechenden erklärt Asia im folgenden Video die Tipps auf Italienisch:

Italienisch-Spechende, die Deutsch lernen, haben oft Schwierigkeiten mit bestimmten Lauten der deutschen Aussprache. Wenn du also Italienisch sprichst, mache dir keine Sorgen. Hier sind fünf Tipps für Italienisch-Sprechende, um deine deutsche Aussprache zu verbessern.

von Asia Mugliari & Pauline Reiß

Das Italienische wird von Deutschsprechenden im Vergleich zum Deutschen als melodischer bzw. musikalischer wahrgenommen. Der italienische Akzent im Deutschen wird darum oft als sympathisch empfunden, bringt jedoch auch Herausforderungen mit sich, wenn Italienischsprechende Deutsch lernen wollen.

Tipp #1: Betonung

Im Italienischen betont man meistens auf der vorletzten Silbe, sodass Italienischsprechende dazu tendieren, das auch mit deutschen Wörtern zu machen. Dabei liegt die Betonung im Deutschen oft auf der ersten Silbe. Dadurch betonen Italienischsprechende die deutschen Wörter so auch meist auf der vorletzten Silbe. Als Übung kann man versuchen, bei schwierigen Wörtern die Betonung mitzuklatschen, sodass man bewusster darauf achtet. Probiere das mit Wissenschaften, und klatsche dabei auf der ersten Silbe Wiss.

Tipp #2: Konsonanten am Wortende

Das kann auch dazu führen, dass zusätzlich ein e-ähnlicher Laut am Ende eines Wortes, das mit Konsonanten endet,  angehängt wird. So wird Wissenschaften eher zu Wissenschaftene [vɪsənʃaftənə].* Als Übung kann man versuchen, den letzten Konsonanten, also den n-Laut, möglichst lange zu halten, bis man keine Luft mehr hat: Wissenschaftennnnnnnnn… Wenn man die Übung mehrfach wiederholt und den n-Laut jedes Mal ein bisschen kürzer spricht, wird der e-ähnliche Laut irgendwann verschwinden. Nebenbei: Linguist*innen nennen diesen e-ähnlichen Laut [ə] Schwa, und wir werden ihm bald einen eigenen Artikel widmen. 

Tipp #3: Vokallänge

Durch das Betonen auf einer anderen Silbe tauschen Italienischsprechende oft auch lange gegen kurze Vokale aus, wenn sie die Silbe betonen wollen. Im Wort Wissenschaftist der a-Laut beispielsweise kurz. Wenn die Betonung aber auf die vorletzte Silbe, also das -schaft, gelegt wird und dann auch noch der a-Laut lang gesprochen wird, klingt es eher wie Schaf . Und statt Wissenschaft, könnten Deutsche dann Wissen-schaf verstehen, also ein Schaf, das viel weiß (vielleicht ist es ja ein Vorurteil zu denken, dass Schafe normalerweise nicht so viel wissen?)

Es kann am Anfang schwierig sein, den Unterschied zwischen langen und kurzen Vokalen herauszuhören, weil die Länge der Vokale im Italienischen keinen Bedeutungsunterschied macht, anders als im Deutschen. Um das zu üben, kann man mit sylby Wörter mit langen und kurzen Vokalen oft anhören und laut mitsprechen. Übung macht den Meister oder die Meisterin!

Tipp #4: Umlaute!

Zu der Vokallänge kommen auch weitere Herausforderung wie die Umlaute, die im Deutschen mit  den folgenden Buchstaben  geschrieben sind: ü [ʏ] wie in Stück  oder [y] wie in Brühe, ö [œ] wie in Töchter, [ø] oder wie in Söhne,  und schließlich ä [ɛ] wie in Hände. Sie werden oft durch u, o, a oder auch iu ersetzt, was zu Bedeutungsunterschieden führen kann. So wird statt üben teilweise eher iuben [iubən] gesprochen, ein Wort, dass es im Deutschen nicht gibt und auch nicht nach einem deutschen Wort klingt. Und möchte man mehrere Äpfel haben, bekommt man ohne den Umlaut leider nur einen Apfel.

Tipp #5: Der h-Laut

Noch eine Hürde bleibt für Italienischsprechende im Deutschen den h-Laut. Der Konsonant wird aspiriert. Das heißt, aus der Lunge kommt Luft ohne Stimme heraus. Wenn du statt Hanna aus Versehen Anna rufst, wird dadurch die falsche Person kommen. Als Übung kann man sich den Laut, den man beim Lachen (hahahah) macht, vorstellen und versuchen zu sprechen.

Wie ihr seht, ist der Weg nicht ohne Hürden, aber sylby ist dafür entwickelt worden, euch genau dabei in eurem Tempo zu unterstützen! Manche Dinge brauchen Zeit, es ist noch kein*e Meister*in vom Himmel gefallen. Daher fühl dich ermutigt, denn Du schaffst das!

* In diesem Artikel nutzen wir die Symbole der IPA (International Phonetic Association). Das ist jene Lautschrift, die du auch in einem Wörterbuch findest, und die dir angibt, wie ein Wort auszusprechen ist. Wenn du mehr über die Lautschrift erfahren möchtest, lies gern unseren Blogbeitrag hier oder schau direkt bei der International Phonetic Association vorbei.

Neugierig geworden? Lade die App herunter und probiere sylby selbst aus!
Team sylby
Team sylby

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